Modulare Ausbildung

Bei der „modularen Ausbildung zum Berufspiloten“ handelt es sich um eine vom LBA (Luftfahrtbundesamt) zugelassene Ausbildung, die die Anforderungen der EU-Verordnung 1178 / 2011 Anlage 3 B erfüllt. Sie ist im Wesentlichen für die folgenden Zielgruppen interessant:

  • Berufstätige, die aus zeitlichen oder finanziellen Gründen eine dreijährige integrierte Kompaktausbildung nicht antreten können.
  • Piloten, die bereits eine PPL (Privat Pilot Licence), die Privatpilotenlizenz besitzen und 150h Flugzeit zu Beginn des Moduls CPL gesammelt haben.

Es ist eine stufenweise Ausbildung, die in den unterschiedlichsten Kombinationen umgesetzt werden kann. Eine persönliche Beratung ist daher unumgänglich! Sie kann auf deutlich mehr als 3 Jahre verteilt werden, je nach zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten und kann ebenfalls in der folgenden Lizenz enden:

  • CPL/IR mit ATPL-Theoriekredit und MCC, den sog. „Frozen ATPL“  

Was mit diesen Begriffen genau gemeint ist, finden sie im Abschnitt „Voraussetzungen“. Eine klassische Vorgehensweise bei diesem Ausbildungsweg ist das Absolvieren der folgenden Module:

  • Erwerb der PPL, der Privatpilotenlizenz mit den Funkzeugnissen BZF 1 und 2
  • Sammeln von 200 h Flugstunden (zum Ende der Ausbildung) in Eigeninitiative
  • Durchlaufen der ATPL-Theorieausbildung im Umfang von 650 Zeitstunden. Dieses entspricht dem 2. Semester der integrierten Ausbildung und kann durch einen Fernkurs abgekürzt werden.
  • Erwerb der IR (Instrument Rating), der Instrumentenflugberechtigung mit dem Flugfunkzeugnis AZF
  • Erwerb der CPL (Commercial Pilot Licence), der Berufspilotenlizenz
  • Erwerb des MEP (Multi-Engine Piston) CR (Class Ratings), der Klassenberechtigung für zweimotorige Flugzeuge zunächst im Modul für Sichtflug, dann für den Instrumentenflug
  • Erfolgreiches Absolvieren eines MCC-Lehrganges, für Flugzeuge mit Mehrmannbesatzung

Der Vorteil liegt eindeutig darin, dass es keine Zeitspanne gibt in der alle Module durchlaufen werden müssen. Nur jedes einzelne Modul hat seine eigene, sehr unterschiedliche maximale Ausbildungsdauer. Der Nachteil ist in der wesentlich geringeren IR-Ausbildungszeit zu sehen, die durch das Sammeln von Flugstunden in Eigeninitiative ersetzt wird.