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FMG-FlightTraining – Verkehrsfliegerschule am Flughafen Paderborn Lippstadt

Lizenzen & Vorraussetzungen

Was darf ich mit der Lizenz nach JAR-FCL bzw. in Zukunft nach EASA fliegen?

Die PPL(A) nach JAR ist eine europäische Pilotenlizenz, die sehr viele Möglichkeiten bietet. Sie macht Sie – ohne jegliche „Zwischenstufen“, ausländischen Lizenzen oder unnötigen Umwegen – direkt zu einem Piloten, der …

  1. … bestimmte Lufträume über Flughäfen mit hoher Verkehrsdichte, z. B. über Frankfurt, nutzen darf.
  2. … nachts Streckenflüge durchführen kann, sofern Sie die Nachtflugqualifikation im PPL(A) mit erwerben. Dies ist bei uns in der Winterzeit problemlos möglich!
  3. … einmotorige kolbenmotorgetriebene Landflugzeuge ohne Gewichts- oder Passagierbeschränkung fliegen darf.
  4. … mit der Ausbildung zum Instrumentenflug beginnen oder nach einer gewissen Erfahrung die Ausbildung auf zweimotorigen Flugzeugen absolvieren kann.

Sie können mit dieser Lizenz auf Flugzeugen aller europäischen Mitgliedsstaaten um die ganze Welt fliegen, ohne Stress, ohne Umschreibungen oder ähnliche Probleme. Und sollten Sie z. B. eine US-Lizenz benötigen, ist auch da eine Umschreibung bzw. Anerkennung problemlos möglich.

Auch mit Einführung der EASA 2013 werden Sie mit dieser Lizenz keine weiteren Probleme haben: Sie wird einfach umgeschrieben – ohne Einschränkungen!

Was hat es mit der sogenannten „EASA“ auf sich?

In der Tat sollte der offizielle Starttermin am 8.4.2012 sein, 8 Jahre nach Einführung der JAR-FCL und wiederum auf neuen rechtlichen Grundlagen basierenden Gesetzgebung für die Pilotenausbildungen. Wie damals bei der Einführung der JAR-FCL ist zu erwarten, dass alles nicht so schnell geht, wie die Behörden es sich vorstellen. In der Tat findet man in der „EU-Verordnung für Piloten vom 9.2.2012“: „… Die Verordnung gilt grundsätzlich ab dem 8. 4. 2012. In der Bundesrepublik Deutschland wird die Anwendung der neuen Vorschriften jedoch voraussichtlich um ein Jahr verschoben.“ Die Verordnung gilt, aber die Anwendung wird verschoben – so kann man es auch ausdrücken …! Über Vor- und Nachteile und den aktuellen Stand informieren wir Sie auf unseren regelmäßigen Infotagen.

Welche persönlichen Voraussetzungen muss ich mitbringen, um Fliegen zu lernen?

Vereinfacht gesagt: Sie müssen gesund sein und sollten keine Vorstrafen haben. Auch etwaige Punkte in Flensburg sollten sich in Grenzen halten.

Ersteres stellt ein dafür zugelassener Fliegerarzt oder ein Flugmedizinisches Zentrum fest und erteilt Ihnen ein Tauglichkeitszeugnis Klasse 2. Es ist bis zum 30. Lebensjahr für 5 Jahre gültig (danach 2 Jahre und ab dem 50. Lebensjahr ein Jahr). Sollten Sie später einmal die Instrumentenflugberechtigung anstreben, ist eine sog. „Reintonaudiometrie“ – also ein Hörtest – zusätzlich fällig. Adressen von Fliegerärzten in Ihrer Nähe finden Sie auf den Seiten des Luftfahrtbundesamtes „LBA“.

Welche fachlichen Vorrausetzungen muss ich erbringen – kurz: Was erwartet mich?

Die fachlichen Ausbildungsvoraussetzungen legt die JAA mit den europäischen Richtlinien (JAR-FCL 1 deutsch) fest und wird sich nach Einführung der EASA-Richtlinien kaum ändern. Hierzu gehören:

  1. die theoretische Ausbildung inklusive der Prüfung nach dem Multiple-Choice-Verfahren (eine Frage, vier Antworten – nur eine ist richtig) inklusive der Funksprechausbildung zum sog. BZF 2 (deutsch) und „optional“ BZF1 (englisch)
  2. die Flugausbildung (mindestens 45 Flugstunden, davon können 5 Stunden auf einem anerkannten Flugsimulator stattfinden – selbstverständlich haben wir einen solchen direkt im Hause!)
  3. ein Funksprechzeugnis in deutscher oder englischer Sprache, das sog. BZF 2 oder 1
  4. die erfolgreiche Teilnahme an einer Unterweisung in Sofortmaßnahmen am Unfallort. Den können Sie beim Roten Kreuz vorab erwerben.

Dass Sie keine Vorstrafen haben, weisen Sie durch einen Auszug aus dem Verkehrszentralregister und einer Zuverlässigkeitsüberprüfung, der sog. „ZÜP“ nach. Hinzu kommt eine Erklärung über schwebende Strafverfahren und das war es auch schon.

Welche Unterlagen Sie genau benötigen und wo bzw. mit welchen Vordrucken Sie diese bekommen, finden Sie unter „Notwendige Unterlagen und wie man sie bekommt“. Die dort aufgeführten Unterlagen benötigen Sie jedoch erst zu Beginn des Kurses.

Eine besondere Schulbildung, Vorkenntnisse oder etwas Ähnliches ist nicht nötig. Wenn Sie allerdings Lust haben einen „Schnupperflug“ zu machen oder einen zu verschenken, lassen Sie es uns bitte wissen. Wir organisieren einen Termin nach Ihren Wünschen oder stellen einen Gutschein aus.

Benötige ich noch weitere Kenntnisse, z. B. Englisch?

Nein, Sie müssen der englischen Sprache nicht mächtig sein, um den Flugschein zu erwerben. Es gibt zwar auch ein englisches Funksprechzeugnis (BZF 1), aber das benötigen sie erst, wenn Sie ins Ausland fliegen wollen. Wenn Sie die Grundlagen der englischen Sprache in der Schule gehabt haben, können Sie das englische Funksprechzeugnis mit dem deutschen zu Beginn der Ausbildung problemlos miterwerben.

Woher bekomme ich das Funksprechzeugnis?

Das Funksprechzeugnis (BZF 2 in deutscher Sprache und BZF 1 in Englisch) wird bei uns an dem 2. und 3. Wochenende nach Beginn des Theoriekurses durchgeführt und mit einer Prüfung beendet, damit es während des PPL-Kurses nicht zu einer Doppelbelastung kommt.

Sie können aber – unabhängig vom PPL-Kurs – dieses Funkzeugnis ein halbes Jahr vorher im vorangegangenen Kurs erwerben. Gerade unsere berufstätigen Kunden schätzen dies als Erleichterung sehr. Bitte sprechen Sie uns an!

An den Funksprechkursen kann z. B. auch Ihr Partner, ein Freund oder Bekannter – völlig unabhängig von einer späteren PPL-Ausbildung – teilnehmen. Das macht gemeinsam mehr Freude, man lernt viele grundsätzliche Dinge und er/sie kann später beim Fliegen am Funksprechverkehr teilnehmen oder man kann sich gegenseitig unterstützen.

Kann ich vor Beginn der Ausbildung einen Schnupperflug machen?

Selbstverständlich, wir raten sogar dazu! Wenn Sie noch gar keine Erfahrungen mit kleineren Flugzeugen gemacht haben oder einfach mal ausprobieren möchten, ob „das was für Sie ist“ können Sie einen einstündigen Schnupperflug bei uns buchen. Rufen Sie einfach an und machen Sie einen Termin mit uns aus.