FMG-FlightTraining: Cleared for Take-off.

FMG-FlightTraining – Verkehrsfliegerschule am Flughafen Paderborn Lippstadt

FAQ

 

Was hat es denn mit dem Instrumentenflug auf sich – ist das nicht etwas für Berufspiloten?

Sicherlich haben die meisten Berufspiloten eine Instrumentenflugberechtigung. Denn überall dort, wo Sicherheit und Termine besonders großgeschrieben werden, kommt man um den Instrumentenflug nicht herum. Aber was für die gewerbliche Fliegerei gut ist, kann für Privatpiloten nicht schlecht sein. Ein Sicherheitsgewinn ist es in jedem Fall. Wir kennen keinen unserer Kunden, der es bereut hat, diese Berechtigung zu erwerben, im Gegenteil!

Instrumentenflug: Airways einhalten und Flugpläne aufgeben – ist das nicht zu umständlich?

Tatsächlich gibt es Airways, auf denen der Flug geplant wird. Gerade dadurch wird die Planung wesentlich erleichtert, da die Airways um Beschränkungsgebiete herum und über Hindernisse hinweg führen. Auch die Kurse und Distanzen stehen schon in der Karte.

Mit einem Flugplanungsprogramm ist dann eine Flugvorbereitung in wenigen Minuten fertig und in der Praxis ist es meist so, das man Abkürzungen bekommt und gar die komplette „Luftstraße“ abfliegen muss. Damit die Flugsicherung von Ihrem Flugweg weiß, geben Sie vorher einen Flugplan auf, das dient der Sicherheit und ist nach einiger Übung eine Sache von Minuten.

Ich habe wenig Englischkenntnisse – ist das ein Problem?

Im AZF und im Luftrecht müssen die Prüfungsfragen in Englisch geschrieben werden. Es existieren Trainingskataloge, mit denen Sie sich gezielt vorbereiten können. Glücklicherweise ist das „Fliegerenglisch“ auf einen sehr geringen Wortschatz begrenzt, was die spätere Praxis erleichtert.
Nach FCL sind allerdings grundlegende Englischkenntnisse nachzuweisen – das können Sie bei uns im Hause mit einem ICAO Sprachtest (mindestens ICAO level 4) schnell erledigen – er ist in unsere Theorieausbildung eingebunden und findet sozusagen „automatisch“ statt.

Benötige ich für die Instrumentenflugberechtigung eine besondere Tauglichkeit?

Ihre Tauglichkeit 2 für den PPL(A) reicht aus, jedoch ist eine kleine Zusatzuntersuchung der Hörfähigkeit (sog. Reintonaudiometrie) nötig. Dazu muss der entsprechende Eintrag im Tauglichkeitszeugnis ausgefüllt sein. Bitte sprechen Sie Ihren Fliegerarzt an.

Wie umfangreich ist die Ausbildung zum Instrumentenflug ?

Wie bereits im Kapitel zz.z erläutert, ist der Umfang der IR-Ausbildung wesentlich geringer geworden. 80 Zeitstunden Unterricht sind nötig, wovon bis zu 90% mit einem Fernkurs ersetzt werden können. Für
die EIR-Ausbildung sind 15 Flugstunden nötig, für CB IR 40 Flugstunden, wovon bis zu 20 auf einem Simulator („FNPT II“ ) ersetzt werden können.  Dass Sie später Ihre erworbenen Kenntnisse
und Fähigkeiten in einer Prüfung nachweisen müssen ist selbstverständlich. Soll die Berechtigung für ein mehrmotoriges Flugzeug ausgestellt werden, muss auch die Prüfung auf einem solchen Flugzeug
absolviert werden.

Welche Unterrichte erwarten mich in der IR-Theorieausbildung?

Die theoretische Ausbildung umfasst Unterricht in den folgenden Fächern:

• Luftrecht
• Allgemeine Luftfahrzeugkunde/Instrumentierung
• Flugplanung und -überwachung
• Menschliches Leistungsvermögen
• Meteorologie
• Funknavigation
• IFR-Kommunikation

Für die EIR bzw. CB IR-Ausbildung genügen 80 h Unterricht oder mit einem Fernkurs ein Wochenende mit mindestens 8 Unterrichtsstunden. Der Fernkurs muss jedoch abgeschlossen sein, bevor Sie das Wochenendseminar besuchen. Das ist oft für die Terminplanung sehr wichtig, da wir 2 Seminare
zu festen Terminen im Jahr anbieten. Bevor Sie in die offizielle Prüfung nach Braunschweig gehen, schreiben Sie diese bei uns als hausinternen Vortest am Computer.Die Benutzeroberfläche am PC und die Fragen sind denen bei der Prüfbehörde ganz ähnlich, sodass Sie optimal auf die Prüfung vorbereitet sind. Haben Sie den Test bestanden, geht‘s in die Prüfung.

Woraus besteht die praktische Ausbildung?

Die praktische Ausbildung besteht aus insgesamt 15 Stunden für EIR bzw. 40 Stunden
für CB IR sog. Instrumentenzeit. Dabei finden 20 Stunden Ausbildung auf einem Flight- and Navigation Procedure Trainer (FNPT II) statt (sog. Instrumentenbodenzeit) und 20 Stunden Ausbildung im
Flugzeug (sog. Instrumentenflugzeit) statt. Damit Sie jede Unterrichtseinheit optimal vorbereiten können, erhalten Sie für Simulator und Flugzeug ein Trainingsmanual von uns, das die Übungen sehr
detailliert beschreibt. Jeder Flug und jede Übung ist dort genauestens beschrieben und erleichtert als komplett abgestimmtes Programm die Ausbildung ungemein. Wesentliche Ausbildungsbestandteile
sind u.a. :

• Das Instrumentenabflugverfahren
• Die sog. Airwork so ähnlich, wie Sie es aus dem PPL kennen
• Das Einfliegen und Einhalten von Warteverfahren
• Die Instrumentenanflüge (Präzisionsund Nicht-Präzionsanflüge)

Die grundsätzlichen „Verfahren“ dazu lernen Sie im „Simulator“ kennen, danach geht es ins Flugzeug, um das Gelernte in der Realität umzusetzen. Sie werden dabei immer von unseren sehr erfahrenen Fluglehrern begleitet, die meist mehrere tausend Stunden allein Schulungserfahrung haben.
Wenn alles gut klappt, fliegen Sie in einem internen Check alle prüfungsrelevanten Punkte ab und werden danach zur offiziellen Prüfung angemeldet.

Wie viel Zeitbedarf muss ich für die praktische Ausbildung berücksichtigen?

Hier sollten wir zwischen „Simulator“ und Flugzeug unterscheiden:

Ein Ausbildungsflug im „Simulator“ nimmt ca. 2 h in Anspruch. Mit entsprechendem Briefing vor und nach der Ausbildungseinheit sollte man für eine Simulatorsitzung ca. 2,5 h kalkulieren. Dafür ist hier alles bestens planbar: die Ausbildungsinhalte,-zeiten und -abläufe. Berücksichtigen Sie dennoch, dass Sie die Flüge vor- und nachbereiten sollten, um eine optimale Ausbildung zu erhalten. Für eine „Flugstunde“ mit 2 h Flugzeit sollten Sie ca. 3 h Ausbildungszeit an der Schule kalkulieren. Auch wenn wir für Sie die Bereitstellung unserer Flugzeuge (technisch, zeitlich und „physisch“) übernehmen,
Trainingsslots mit der Flugsicherung abklären und bei technischen Problemen diese sofort für Sie vor Ort klären können, da unsere Flugzeuge alle über unser OPS operiert werden, ist mehr Zeitbedarf
notwendig als für einen Simulatorflug. Für die neuen kompetenzbasierten IR-Ausbildungen
verkürzt sich der Umfang der praktischen Ausbildung erheblich.