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FMG-FlightTraining – Verkehrsfliegerschule am Flughafen Paderborn Lippstadt

Unterricht

Es gibt grundsätzlich 3 Wege, Flugdienstberater zu werden:

  • als Absolvent unserer ATPL-Kurse, die Ihnen voll angerechnet werden
  • als „ab initio“-Ausbildung mit PPL (bereits mitgebracht oder bei uns erworben)
  • als „ab initio“-Ausbildung ohne Vorkenntnisse und ohne fliegerische Ausbildung (sicherlich der schwierigste Weg)

Der Flugdienstberater bei der Arbeit

Der einfachste Weg ist die erste Variante: mit einem komplett abgeschlossenen ATPL-Theoriekurs an der FMG-FlightTraining und der bestandenen Theorieprüfung beim Luftfahrtbundesamt können die Absolventen unserer Kurse im dritten Semester oder nach Abschluss der Flugausbildung an einem zusätzlichen Ausbildungsgang zum Flugdienstberater teilnehmen. Da unsere ATPL-Kurse bereits in den relevanten Fächern besonders auf diese Zusatzqualifikation ausgerichtet sind, haben Sie bereits sehr viel Hintergrundwissen, um diese Ausbildung problemlos zu durchlaufen. Hier kommen Ihnen die langjährigen Erfahrungen aus der Kurz- und Langstrecke zugute, die ein Teil unseres Teams mitbringt. Dies bringt Sie nicht nur als Pilot ein großes Stück weiter, sondern bereitet Sie auch optimal auf die Flugdienstberaterausbildung vor.

Der zweite Weg wird von Interessenten gewählt, die Freude am fliegen haben, es aus privaten oder gesundheitlichen Gründen nicht zum Beruf machen können oder möchten. Sie absolvieren einen PPL-Kurs oder bringen diesen zu Flugdienstberaterausbildung mit, was das Verständnis der Zusammenhänge schon wesentlich erleichtert, aber nicht zwingend nötig ist. Wenn Sie noch keinen PPL haben, können Sie diesen mit unseren Verkehrspilotenanwärtern in deren „ersten Semester“, der PPL-Phase miterwerben und schließen dann mit dem „zweiten Semester“ die theoretische Flugdienstberaterausbildung direkt an. Eine weitere Alternative des zweiten Weges ist es, nur die theoretische Ausbildung des PPLs zu hören: Das findet nur 2 oder 3 mal in der Woche abends statt, ist problemlos auch für Berufstätige zu absolvieren und Ihnen fällt das zweite Semester wesentlich leichter.

Die dritte Ausbildungsvariante ist Flugdienstberater „ab initio“, d. h. von Anfang an und ohne Vorkenntnisse. Um Ihnen diesen Weg zu erleichtern, haben wir einen 100-stündigen eLearning-Kurs vor dem FDB-Theoriekurs vorgeschaltet. Die Bearbeitung dauert ca. 6 Wochen und soll Ihnen den Einstieg erleichtern. Zudem implementieren wir im ersten der drei Unterrichtsblöcke eine Woche mit einem Ergänzungsunterricht, speziell für ab initio-Teilnehmer.

Gerne begrüßen wir auch Teilnehmer mit fliegerischen Vorkenntnissen (z. B. PPL-A, der auch bei uns komplett oder nur als Theoriekurs erworben werden kann). In diesen Fällen kann der eLearning-Kurs komplett entfallen. Alle Teilnehmer unserer Flugdienstberaterkurse, die in Kooperation mit der TUI stattfinden, absolvieren dabei die komplette Ausbildung (Theorie und Praxis) bei uns im Hause.

Gleichgültig, ob Sie sich für die zweite oder dritte Variante entscheiden, besteht Ihre Theorieausbildung aus drei Blöcken, die jeweils 3, 4 und noch einmal 3 Wochen lang sind (man könnte auch sagen die ersten drei Blöcke des ATPL-Kurses). Der Unterricht ist dann Vollzeit und täglich Montag bis Samstag von 9-17 Uhr. Der Donnerstag ist normalerweise kein Frontalunterricht und dient dem Nacharbeiten des Unterrichtsstoffes. Zwischen den Blöcken sind immer zwei Wochen unterrichtsfreie Zeit, in denen Zwischentests der abgeschlossenen Fächern geschrieben werden.

Nach Abschluss des Kurses haben Sie ausreichend Zeit, sich auf die theoretische Prüfung beim Luftfahrtbundesamt vorzubereiten und schreiben bei uns im Hause einen FDB-Vortest, sozusagen als Generalprobe. Wenn Sie den bestanden haben, geht es zum LBA für die große Abschlussprüfung.

Die theoretische Ausbildung und Prüfung zum Flugdienstberater umfasst die Fächer:

  • Luftrecht
  • Zelle, Systeme und Triebwerke
  • Instrumente
  • Flugleistungen und Flug- und Beladeplanung
  • Menschliches Leistungsvermögen
  • Meteorologie
  • Allgemeine und Funknavigation
  • Betriebliche Verfahren
  • Aerodynamik

Einen entsprechenden elektronischen Fragenkatalog zur Prüfungsvorbereitung bekommen Sie ebenso von uns wie eine Unterrichtsgliederung, die Ihnen hilft, sich in den Fächern zu orientieren.

Ihre praktische Ausbildung absolvieren Sie bei unserem Kooperationspartner der TUIfly, der uns schon lange von unseren Pilotenausbildungen kennen und schätzen gelernt hat. Sie beginnt immer zu jedem Quartal, dauert 13 Wochen im Schichtdienst und beinhaltet:

  • Zweitägige Einweisung „Sky Track“
  • Eintägige Einweisung Organisation der TUIfly und Gebrauch des OM-A
  • Vierstündige Einweisung Gebrauch Datenplattform IPDS
  • Vierstündige Einweisung in den Gebrauch der Performance Calculation
  • Streckenerfahrungsflug mit der TUIfly
  • Praktische Ausbildung im TUI GOC Short-, Mid haul- und Longrange
  • Eintägige Einweisung in den Bereich Crew Control/Planning
  • Organisation und Durchführung der praktischen Prüfung im TUI GOC

In einer abschließenden Praxisprüfung demonstrieren Sie, dass Sie in der Lage sind, einen Langstreckenflug mit allen Details vorzubereiten und zu planen. Mit dieser Lizenz ist eine interessante berufliche Tätigkeit bei einer Airline, wie z. B. der TUIfly, möglich und für unsere Pilotenanwärter eine gute Alternative, „nahe am Job“ zu arbeiten. Weitere Informationen über diese und andere Möglichkeiten erfahren Sie auf unseren Infotagen, die regelmäßig in unseren Räumen am Airport Paderborn-Lippstadt stattfinden.