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FMG-FlightTraining – Verkehrsfliegerschule am Flughafen Paderborn Lippstadt

Ausbildung bei TUIfly und FMG-FlightTraining

Flüge von Luftfahrtgesellschaften bedürfen der sorgfältigen Planung. Daher werden Luftfahrtbegeisterte, die, aus welchem Grund auch immer, nicht als Pilot im Cockpit sitzen möchten, für diesen spannenden Beruf dazu ausgebildet, die gesamte Planung und Organisation eines Fluges vom Flugweg bis zur Hotelplanung der Crews verantwortlich durchzuführen. Die dafür notwendige, lebenslang gültige Lizenz bietet die Grundlage für eine interessante berufliche Tätigkeit bei einer Airline und eine gute Alternative, nahe an der Fliegerei zu arbeiten. FMG-FlightTraining mit Sitz am Paderborn Lippstadt Airport und das TUI Group Operation Centre im Hause der TUIfly am Airport Hannover machen in Kooperation die Ausbildung zum Flugdienstberater möglich. Beide ooperationspartner kennen sich schon lange aus dem Bereich der Pilotenausbildung.

Ausbildung bei TUIfly  und FMG-FlightTraining

Der Flugdienstberater, auch Dispatcher genannt, bildet die Schnittstelle zwischen Pilot, Airline, Flugsicherung und technischer Leitung. Der Aufgabenbereich teilt sich in zwei Bereiche. Zum einen plant der Dispatcher die Flüge hinsichtlich Flugzeugtyp, Strecke und Treibstoff, koordiniert die Flugpläne mit Eurocontrol und steht für die Piloten ständig als betriebliche Unterstützung zur Verfügung. Diese interessante Aufgabe muss verantwortlich alle Planungen – also Flugpläne, Slots, Überfluggenehmigungen und etwa auch Kraftstoffberechnungen – für die Piloten bereitstellen, ändern und koordinieren. Andererseits ist der Dispatcher in weiten Teilen für den Bereich Operations Control zuständig. Das heißt, er überwacht den Ablauf des täglichen Flugprogramms und erarbeitet im Falle von Störungen entsprechende Lösungen, die dann in Koordination mit allen betroffenen Stellen – beispielsweise mit dem Touroperator, der Technik, und den Bodendiensten – zeitnah umgesetzt werden.

Viel Verantwortung und gute Aussichten

Da der Dispatcher seine Berechnungen zu verantworten hat, muss er lizenziert sein. Er benötigt daher fast die gleiche Theorieausbildung wie ein Pilot. Der Flugdienstberater ist ein völlig eigenständiger Beruf mit derzeit sehr guten Berufsaussichten. Für Pilotenabsolventen ist es eine zusätzliche Qualifikation und obendrein eine Absicherung mit einer lebenslang gültigen Lizenz, sollte man fluguntauglich werden und dennoch in der Luftfahrt weiter arbeiten wollen. Die Theorieausbildung eines Verkehrspiloten wird dabei voll anerkannt.

Sechs Monate voller Theorie

Die theoretische Ausbildung des Flugdienstberaters „ab initio“, das heißt von Anfang an und ohne Vorkenntnisse, gliedert sich wie folgt: Ein der eigentlichen Theorieausbildung vorgeschalteter 100-stündiger eLearning-Kurs erleichtert den Absolventen den Einstieg. Der Theoriekurs besteht dann aus drei Blöcken, die jeweils drei, vier und noch einmal vier Wochen lang sind. Der Unterricht ist dann Vollzeit – täglich Montag bis Samstag von 9 bis 17 Uhr. Zwischen den Blöcken sind immer zwei Wochen unterrichtsfreie Zeit, in denen Zwischentests der abgeschlossenen Fächer geschrieben werden. Nach Abschluss des Kurses ist ausreichend Zeit, sich auf die theoretische Prüfung beim Luftfahrtbundesamt vorzubereiten. Die theoretische Prüfung zum Flugdienstberater umfasst die Fächer: Luftrecht, Zelle, Systeme und Triebwerke, Instrumente, Flugleistungen und Flug- und Beladeplanung, Menschliches Leistungsvermögen, Meteorologie, Allgemeine und Funknavigation, Betriebliche Verfahren, Aerodynamik. Zum Lernen gibt es einen entsprechenden elektronischen Fragenkatalog sowie eine Unterrichtsgliederung, die hilft, sich in den Fächern zu orientieren.

Es bleibt spannend: 13 Wochen praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung übernimmt in der Kooperation das TUI Group Operation Centre in Hannover. Sie beginnt immer zu jedem Quartal, dauert 13 Wochen im Schichtdienst und beinhaltet alle Elemente, die für einen Dispatcher für das Bestehen der praktischen Prüfung relevant sind. Neben einer grundlegenden Einweisung in den Gebrauch der Computersysteme zur Berechnung der Flugdurchführungspläne sowie computergestützter Anwendungen zum Ermitteln der spezifischen Flugleistung werden die Auszubildenden auch mit den der Operation zugrundeliegenden Flugbetriebshandbüchern vertraut gemacht. Zusammen mit ihren Ausbildern arbeiten die Bewerber dann teilweise im täglichen Livebetrieb in den Arbeitspositionen und erlernen so die Anwendung des erworbenen Theoriewissens. Die praktische Prüfung beinhaltet dann die Erstellung eines kompletten Briefings inklusive des Flugdurchführungsplans, der Wetter- sowie Notamunterlagen und gegebenenfalls operationeller Informationen. Diese Unterlagen werden im mündlichen Teil der Prüfung der Prüfungskommission des Luftfahrt-Bundesamtes präsentiert. Nach Bestehen der praktischen Prüfung sind die Bewerber dann in der Lage, sich in die operationellen Gegebenheiten jedes kommerziellen Flugbetriebes einzuarbeiten und ihre Aufgaben zu erfüllen.

Derzeit arbeiten die TUIfly und FMG im Rahmen Ihres neuen Traineeprogramms „Airline Operations Management Program“ (AOM) noch enger zusammen. Es richtet sich an studierte Betriebswirte und beinhaltet eine Ausbildung zum Flugdienstberater.

Karriere-Guide LuftfahrtBerufe 2014

15. Oktober 2013