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FMG-FlightTraining – Verkehrsfliegerschule am Flughafen Paderborn Lippstadt

Michael Gross vergibt die Lizenz zum Fliegen

Seit 20 Jahren bildet »FMG-FlightTraining« am Flughafen Paderborn-Lippstadt Piloten aus

Von Johannes Büttner
Büren (WB). FMG: Die drei Buchstaben unter einem Rechteck, in dem ein Flugzeug im Steigflug zu sehen ist, sind weitaus mehr als das Logo der Flugschule Michael Gross.

Lizenz zum FliegenDie Buchstaben sind gleichbedeutend mit einer Erfolgsgeschichte, die vor 20 Jahren am Flughafen Paderborn-Lippstadt ihren Anfang genommen hat. Firmengründer Michael Gross hat es geschafft, dass sein Unternehmen heute zu den Top-Ten-Flugschulen bundesweit zählt und viele internationale Airlines gerne auf Piloten zurückgreifen, die in der »FMG-FlightTraining«, so die offizielle Firmenbezeichnung, ihre Ausbildung durchlaufen haben. Seit der Firmengründung wurden etwa 500 Piloten, darunter viele Privatpiloten, bei FMG ausgebildet.
Hell und freundlich zeigt sich das weiß gestrichene zweistöckige Gebäude, das an der Betriebsstraße hinter der Kreisfeuerwehrzentrale am Flughafen Paderborn-Lippstadt in Büren-Ahden liegt. Erst vor einigen Wochen ist das Gebäude der »FMG-FlightTraining«, das das Unternehmen mit seinen Partnern, dem Luftsportverein Rietberg und dem Fallschirmspringerclub Bielefeld, nutzt, fertiggestellt worden. Entstanden ist damit auch ein neuer Mittelpunkt des »Luftfahrzentrums Paderborn«.
Auf 260 zusätzlichen Quadratmetern sind die Räume für Verwaltung, Theorieunterricht und Simulatortraining neu gestaltet worden. Die zuvor bereits bestehenden Flächen wurden komplett umgebaut und stehen nun ausschließlich dem Schulflugbetrieb zur Verfügung, dessen Flotte mittlerweile neun ein- und zweimotorige Flugzeuge umfasst.
Auf die Frage, was die »FMG-FlightTraining« denn eigentlich genau anbiete, antwortet Michael Gross zunächst schmunzelnd und kurz: »FTO No. 1.047 mit ISOzertifizierten Qualitätsmanagement«, um dann gleich eine genaue Erklärung anzuschließen: »Wir sind eine vom Luftfahrtbundesamt zugelassene und überwachte Flugschule, in der sich Mann oder Frau für die Privatpilotenlizenz PPL (A), die Instrumentenflugberechtigung IR (A) für schlechtes Wetter und die Verkehrspilotenlizenz ATPL (A) für Airlines wie beispielsweise Tui oder Air Berlin ausbilden lassen können.«
Klar, dass dafür hochqualifiziertes Personal zur Verfügung stehen muss. Und so hat die FMG vier festangestellt Fluglehrer sowie zahlreiche freiberufliche Fluglehrer, Privat- und auch Verkehrspiloten, die sich für die großen Airlines um den Nachwuchs kümmern. Pro Jahr werden 30 bis 40 Piloten in Büren-Ahden ausgebildet.
Zu denen, die zurzeit in der Flugschule das Rüstzeug eines Verkehrspiloten erwerben, gehören auch Jessica Nadermann und Nils Thronberens. Sie haben bereits mit der erfolgreichen Prüfung zum Privatpiloten sowie dem Bestehen der theoretischen Ausbildung einen großen Schritt geschafft. Ein Jahr lang haben die Beiden nach ihrem Abitur für die Pilotenausbildung gebüffelt. Ging es im ersten Semester um das Erlangen der Fluglizenz für ein- und zweimotorige Flieger, wurde im zweiten Semester der theoretische Teil studiert.
Meteorologie, Instrumentenkunde und Luftrecht, aber auch das Wissen um menschliches Leistungsvermögen wurde den Flugschülern neben vielem anderen vermittelt. Im nun folgenden Semester werden die Nachwuchspiloten gezielt an die gewerbliche Fliegerei herangeführt. In Begleitung von Fluglehrern werden sie sowohl im Simulator als auch in ein- und zweimotorigen Maschinen intensiv auf ihren späteren Einsatz vorbereitet.
Nach einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss stehen sie dann dem Markt zu Verfügung und werden nach einer Anstellung von den jeweiligen Airlines weiter speziell ausgebildet.
Kostet eine Ausbildung zum Privatpiloten 12 000 Euro, liegen die Kosten für die Verkehrsfliegerausbildung bei 65 000 Euro. Um angehende Verkehrsflugzeugführer bei den Ausbildungskosten zu unterstützen, wurde 2000 die »FMG-FlightTraining« zur »anerkannten Ergänzungsschule für den Erhalt von Schüler-BAföG« (dies muss nicht zurückgezahlt werden) erklärt. Ein großer Durchbruch gelang dem Unternehmen durch die Kooperation mit der Tui-Fly, die exklusiv ihre Pilotenanwärter nach einem aufwändigen Konzept bei der FMG ausbilden ließ.
1991 hatte Michael Gross die FMG als Einzelunternehmer gegründet. Mit einer Schulmaschine, einer Cessna 172, die vom LSV Rietberg gechartert wurde, nahm er den Betrieb auf. Anschließend folgte die Erweiterung zur Ausbildung zum Instrumentenflug. Das Personal wurde aufgestockt und ein Simulator angeschafft. Mit weiteren Investitionen und einer Erweiterung des Ausbildungsangebots bis hin zur Berufs- und Verkehrspilotenausbildung setzte das Unternehmen seine Erfolgsgeschichte fort.
Im vergangenen Jahr hat Michael Gross eine weitere Niederlassung am Flughafen Dortmund gegründet, wo jetzt die ersten Kurse anlaufen. Er betont: »Der Erfolg ist auch darauf zurückzuführen, dass wir mit der Geschäftsleitung vom Airport Paderborn-Lippstadt und mit dem ebenfalls am Flughafen angesiedelten LSV Rietberg eine gute Partnerschaft haben.«

Michael Gross vergibt die Lizenz zum Fliegen

www.flugschule.de

Quelle: Westfalen-Blatt

21. Mai 2011