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FMG-FlightTraining – Verkehrsfliegerschule am Flughafen Paderborn Lippstadt

Traumberuf Pilot: „Jeden Tag die Sonne sehen“

den Tag die Sonne sehen

Seit Anfang 2010 gibt es am Dortmund Airport eine neue Flugschule: Die FMG-FlightTraining aus Paderborn-Lippstadt hat sich hier ein zweites Standbein aufgebaut und führt an der Startbahn Ruhrgebiet Schulungen zum Privat- und Berufspiloten durch. »einundzwanzig« hat sich zu Flugschüler Carsten Baltzer ins Cockpit gesetzt und dem angehenden Berufspiloten bei einer Flugstunde über die Schulter geschaut.

"Jeden Tag die Sonne sehen"„Seit ich mit 15 Jahren das erste Mal in einem Segelflugzeug saß, stand für mich fest: Ich werde Pilot“, erklärt Carsten Baltzer aus Kamen. Der 22-Jährige absolviert eine Ausbildung zum »Verkehrsflugzeugführer«, ist also nach Ende der gut anderthalbjährigen Schulungszeit im Besitz einer sogenannten »ATPL(A)« (Airline Transport Pilot License – Aircraft). Diese ermöglicht ihm das Fliegen großer Verkehrsflugzeuge wie etwa einer Boeing 737 oder eines Airbus. Das bedeutet, dass der Flugzeugführer in einem Luftfahrtunternehmen wie z.B. TUIFly. Lufthansa oder Air Berlin eingesetzt werden kann.

Viele Wege führen nach Rom

„Die meisten denken, man wird Pilot, indem man sich bei Lufthansa bewirbt, zahlreiche Testverfahren durchläuft und bei Bestehen einen von der Lufthansa finanzierten Ausbildungsplatz zum Piloten erhält. Doch dies ist nur ein möglicher Weg“, erklärt FMG-Geschäftsführer Michael Gross: „Realistischerweise macht der weitaus größere Teil seine Ausbildung an einer privaten Flugschule und bewirbt sich nach dem Erwerb der Fluglizenz bei den Airlines.“ Warum will dann jeder zur Lufthansa? „Lufthansa ist natürlich insgesamt ein interessanter Arbeitgeber: Selbstverständlich haben wir Absolventen, die über eine private Ausbildung bei uns und einen anschließenden Einstieg bei Lufthansa City Line später bei Lufthansa »gelandet« sind“, so Michael Gross.

Dortmund

Die Kosten einer Ausbildung zum Verkehrsflugzeugführer schlagen mit rund 60.000 € zu Buche – keine kleine Summe. gibt auch Flugschüler Carsten Baltzer zu. „Ich habe mich davon aber nicht abschrecken lassen“, so Baltzer, .schließlich ist ein Studium auch nicht umsonst. Wäre ich an der Uni, dann hätte ich die gleichen Kosten, nur eben nicht geballt, sondern auf mindestens zehn Semester Ausbildungszeit verteilt – während der Piloten-Anwärter nach anderthalb bis zwei Jahren bereits über ein solides Einkommen verfügen kann. Auch mit einem Uni-Examen in der Tasche kann mir anschließend niemand einen Job garantieren“, ist er sicher. Im Vergleich zu so manchem Uni-Absolventen sind die Perspektiven eines angehenden Berufspiloten – wie bei fast jedem Berufseinsteiger – vom Bedarf und seiner eigenen Qualifikation bestimmt. Flotten werden umgestellt, neue Flugzeuge geordert, Fluglinien kooperieren miteinander – der Markt ist ständig in Bewegung. FMG-Geschäftsführer Michael Gross schätzt die Zukunftsaussichten aber durchaus positiv ein: „Wir beobachten weltweit den Pilotenbedarf und sehen immer wieder Möglichkeiten, unsere Absolventen unterzubringen – unsere neue Kooperation mit Condor bestätigt zudem die Qualität unserer Ausbildung.“ Wenn man bedenkt, dass die Einstiegsgehälter von Berufspiloten bei rund 50.000 € im Jahr liegen. dann haben sich die Ausbildungskosten später schnell amortisiert.

Anspruchsvolle Ausbildung

Anspruchsvolle Ausbildung

Ein zukünftiger Verkehrsflugzeugführer muss zunächst einmal das Fliegen ansich lernen. Diese Grundausbildung enthält ca. 100 Stunden Theorie und 45 Stunden praktische Ausbildung. Darin enthalten sind auch Navigationsflüge zu großen Verkehrsflughäfen und Nachtflüge. Nach Abschluss dieser ersten etwa halbjährigen Ausbildungsphase hat der angehende Pilot praktischerweise gleich die »PPL(A)«, die Lizenz zum Privatflugzeugführer, in der Tasche. Diese muss jeder angehende Berufspilot ohnehin vorher erwerben. Parallel zum Sammeln von Flugerfahrung beginnt dann das zweite Ausbildungshalbjahr mit dem sogenannten »ATPL Ground-Course«. Dieser beinhaltet weitere 650 Stunden Theorie und 100 Stunden computerbasiertes lernen sowie Unterricht im Flugsimulator. Nach einem dreiwöchigen Prüfungsvorbereitungsseminar findet dann die Theorieprüfung beim Luftfahrtbundesamt in Braunschweig statt. Ist diese geschafft, beginnt das dritte Ausbildungshalbjahr, in dem sich der Flugschüler ganz auf die fliegerische Ausbildung konzentriert und in der vor allem die bestehenden Flugkenntnisse weiter ausgebaut werden sollen. Nach Schulungseinheiten im Instrumentenflug und weiteren »Simulatoreinheiten« erfolgt ein Prüfungsflug von etwa einer Stunde Dauer, der von einem Prüfer vom Luftfahrtbundesamt abgenommen wird. Abschließend muss der angehende Verkehrsflugzeugführer noch an einem zehntägigen »MultiCrewCoordinations-Kurs« (MCC) teilnehmen – hier lernt der angehende Pilot die Arbeitsaufteilung und Koordination zwischen Kapitän und Co-Pilot – und eine letzte Prüfung, die man zum Erwerb einer Berufspilotenlizenz braucht, ablegen. Und dann ist es endlich geschafft: Aus dem Flugschüler ist ein Verkehrsflugzeugführer geworden!

Das Hobby zum Beruf machen

Anspruchsvolle Ausbildung

Flugschüler Carsten Baltzer hat seine Ausbildung schon zu zwei Dritteln in der Tasche. Seine Augen strahlen, wenn er an seinen zukünftigen Beruf denkt: „Als Pilot hat man sein Hobby zum Beruf gemacht. Welchen schöneren Grund gibt es, zur Arbeit zu gehen, als seine Leidenschaft ausleben zu dürfen?“, schwärmt er. Am liebsten fliegt er sprichwörtlich über den Wolken, also nicht auf Sicht, sondern mit Hilfe der Instrumente: „Wenn man die Wolkendecke durchbricht und man plötzlich den blauesten Himmel sieht, den Sie sich vorstellen können, und die Sonne strahlend scheint, dann ist das pures Glück“, so Carsten Baltzer. „Wo gibt es das schon: einen Job, bei dem Sie jeden Tag die Sonne sehen?“

Quelle: Onlinemagazin einundzwanzig

1. Juni 2010